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Ev. Senioren Akademie

Indiziensuche: Religion und Kult in der Ur- und Frühgeschichte



"Was der Archäologe nicht kennt, er kultisch nennt"... , so trifft der Spott die Archäologen. Aber wie können wir die Grabanlagen der Steinzeit deuten oder die durcheinander liegenden Knochenfunde in einer Höhle? Was bedeuten die Schälchensteine oder die Funde aus den Mooren? Welche Bedeutung hatten die so genannten Erdwerke der Steinzeit oder die Himmelsscheibe von Nebra? Diese und ähnliche Fragen werden in dem Seminar anhand von Funden und Fundumständen diskutiert. Aussagen zu Religion und Kult in der Ur- und Frühgeschichte sind Ergebnisse einer Indiziensuche, denn andere Quellen als die archäologischen Funde und Befunde gibt es kaum. Nur die schriftlichen Quellen der Antike und des Mittelalters sowie völker- oder volkskundliche Beschreibungen bieten Anhaltspunkte und erleichtern manchmal eine Deutung ungeklärter Funde und Befunde.


Ergänzend zu dem Seminar wird am 23.06.2012 eine Tagesfahrt zum Kloster Ebstorf mit Führung im Kloster und zur Ebstorfer Weltkarte angeboten. Mit dem Zug: 29,50 €/ab 15 Pers./zzgl. Eintritt u. Führung. Anmeldung unter: 0511/6069791 oder im Seminar.
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Termin: mittwochs, 06.06.12 - 04.07.12, 5 x, 10.15 - 11.45 Uhr,
Veranstaltungsort: Gemeindehaus Kreuzstr.

Dr. phil. Beate Veil (Archäologin)



Stumme Botschaften:
Bilderhöhlen, Felsbilder, Bilderschriften, mittelalterliche Kathedralen

Der Titel dieses Seminars spiegelt die Schwierigkeiten wider, die uns die Interpretation der "Bilder und Zeichen" aus der Vergangenheit machen. Die christliche Botschaft des Mittelalters können wir, manchmal auch nur zum Teil "lesen", denn wir sind mit der geistigen Welt dieser vorhergehenden Epoche durch das noch praktizierte und im Bewusstsein der Menschen vorhandene Christentum verbunden. Außerdem sind wir durch historische Überlieferungen mit den Symbolen des mittelalterlichen Christentums vertraut. Die Deutung und Datierung älterer Bild- und Zeichenwerke ist äußerst schwierig, und manchmal nicht zu erstellen und wird umso schwieriger, je weiter wir uns in die Vergangenheit hinein begeben. So bietet sich hier ein weites Feld für Möglichkeiten, wenn nicht gar für Spekulationen. Mit völkerkundlichen Vergleichen gehen wir auf Spurensuche.

Termin: mittwochs, 5 x, Gemeindehaus, Kreuzstr.

Dr. phil. Beate Veil (Archäologin)



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